Cinzia Chang
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Cinzia Chang med sonen Erling

Cinzia Chang

Name: Cinzia Chang
Beruf: Verkaufsberaterin bei Acne Studios
Wohnort: Stockholm, Schweden
Familie: Mein Mann Björn und mein Sohn Erling
Instagram: @cinziac_
Aktueller Meilenstein: Zusammen mit Baby Erling Boob-Model in der Frühjahrs-/Sommersaison 2019


Erzähl doch ein wenig von Dir und Deinem Werdegang.
Ich bin geboren und aufgewachsen in Caotun, einer kleinen Stadt in Zentraltaiwan. Mein älterer Bruder und ich wurden von unseren Eltern aufgezogen. Aber auch meine Großmutter steht mir sehr nah. Sie betreute uns nämlich während der Arbeitszeit meiner Mutter. Im Alter von 17 Jahren zog ich nach Taipeh, um dort an der Universität zu studieren. Ich habe in den Sommerferien jeden Tag angefangen zu joggen und danach fortgesetzt.

Beim Sport lernte ich auch Björn kennen, mit dem ich heute verheiratet bin. Er war Gaststudent an meiner Uni. Beim Fußballspielen sah er mich eines Tages auf der Laufbahn und sprach mich an. Bald darauf begannen wir, miteinander auszugehen. Im gleichen Jahr machte ich an einem Schönheitswettbewerb mit. Daraufhin gewann ich den Titel der Miss Republic of China und trat auch an der Miss-World-Wahl 2013 an. Durch die Teilnahme an so großen und aufreibenden Wettbewerben lernte ich ganz verschiedene Seiten an mir kennen: die ehrgeizige, selbstbewusste und wetteifernde, aber auch die verletzliche, unsichere und schwache. Ich lernte mich ganz einfach besser kennen, und dies hilft mir seither beim Umgang mit Herausforderungen.

Im Dezember 2013 zog ich nach Schweden. Schon nach zwei Monaten bekam ich bei Hollister eine Anstellung als Assistentin der Geschäftsleitung. Im Jahr 2015 ging ich mit Björn studienhalber nach Boston. Im Anschluss an unsere Hochzeit in Taiwan 2016 zogen wir zurück nach Stockholm. Nachdem ich ein Jahr bei Acne Studios gearbeitet hatte, kam am 1. Februar 2018 unser Sohn auf die Welt. Ich bin froh über die vielen Wendungen in meinem Leben. Heute nehme ich mich als starke, unabhängige, positive und aufgeschlossene Frau wahr.



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Cinzia Chang
 

Woran denkst Du zurzeit am meisten?
An das Wohl und die Entwicklung meines Sohnes. Vor ein paar Tagen hat Erling angefangen zu laufen. Er ist erst 10 Monate und 11 Tage alt! Da packt mich zugegebenermaßen der Mutterstolz. Ich bereite auch schon die Feier zu Erlings erstem Geburtstag vor. Die Zeit vergeht wie im Flug! Ehe ich mich's versehe, ist Erling ein großer Junge – auch wenn er für mich natürlich immer mein schnuckeliges Baby bleiben wird.


Als ehemalige Schönheitskönigin bist Du ein Profi vor der Kamera. Wie hast Du das Boob-Shooting zusammen mit Deinem Söhnchen Erling erlebt?
Das Shooting war für uns beide ein einzigartiges und bleibendes Erlebnis. Aber mir sind auch viele Dinge durch den Kopf gegangen. „Ist mein Körper schön genug für solche Aufnahmen?“, „Gleicht mein Bauch immer noch einem schlaffen Luftballon?“, „Wie sehe ich jetzt vor der Kamera aus?“ und Ähnliches. Aber als ich mir vor Augen hielt, dass mein Körper vor Kurzem ein menschliches Wesen erschaffen und zur Welt gebracht hatte und dass ich für die Marke Boob und für Mamamode vor der Kamera stand, verflogen die Selbstzweifel. Dass ich meinen Sohn neben mir hatte, machte mich besonders stark, stolz und selbstbewusst.

Am Anfang sorgte ich mich, wie Erling auf die fremde Umgebung reagieren würde. Aber ich merkte schnell, dass ihn meine Gegenwart beruhigte. Ich hatte so viel Spaß, und das färbte wie immer auf Erling ab. Er spürte ganz einfach meine gute Laune und die tolle Stimmung. Ich werde nie vergessen, wie fröhlich er vor der Kamera war.
 


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Cinzia und Erling
 

Du bist in Taiwan geboren und aufgewachsen, lebst heute aber mit Deinem schwedischen Mann in Stockholm. Wie unterscheiden sich Taiwan und Schweden in Sachen Schwangerschaft und Elternsein?
In Taiwan wird das Kinderhaben als gesellschaftliche Verpflichtung angesehen. Dort ist selbstverständlich, dass Verheiratete Kinder bekommen. In Taiwan ist das Wohlfahrtssystem weniger gut ausgebaut als in Schweden. Deshalb ist das Kinderhaben dort ziemlich kostspielig. Viele Mütter gehen schon drei Monate nach der Entbindung wieder arbeiten. In den ersten Jahren kümmern sich oft die Großeltern oder ein Babysitter um das Kind. Die meisten Kinder gehen mit vier Jahren in die Vorschule. Viele Kinder erwerbstätiger Eltern leben unter der Woche bei ihren Großeltern und sehen ihre Eltern nur am Wochenende. Verglichen mit Schweden ist das Elternsein in Taiwan eher eine „Teilzeitaufgabe“. Als Mutter in Schweden bin ich in der glücklichen Situation, jeden Tag mit meinem kleinen Sohn verbringen zu können und mich immer selbst um ihn kümmern zu können. Es ist ein Geschenk, ihn wachsen und lernen zu sehen.

Als Erling acht Monate alt war, sind wir für sechs Monate zu meiner Familie nach Taiwan gezogen. Meine Mutter ist noch erwerbstätig. Weil sie uns aber abends viel hilft, haben wir ab und zu etwas Freiraum. Das ist wirklich schön. Erling ist jetzt zehn Monate alt und jede wache Minute in Bewegung. An Taiwan gefällt mir, dass unsere Nachbarn Babys mögen. Sobald wir vor die Tür treten, wird Erling von einem Nachbarn begrüßt oder geknuddelt. Es klopfen auch oft Kinder an, um mit Erling zu spielen.


Gibt es taiwanesische Traditionen oder Werte, die Du Deinem Sohn unbedingt vermitteln möchtest?
Ja, zum Beispiel die Feier des chinesischen Neujahrsfestes. Dieses Fest feiern wir im großen Stil im Kreis der Familie, und es hat den gleichen Stellenwert wie in Schweden Weihnachten. Zum Neujahrsfest bringen wir rote Behänge an den Türen an. Diese Verzierungen sollen Glück und Wohlergehen bringen. Als Kind habe ich von den Erwachsenen immer „Glücksgeld“ in roten Umschlägen bekommen. Das Neujahrsfest ist in Taiwan das Highlight des Jahres, und ich kann es kaum erwarten, es bald zum ersten Mal mit Erling zu feiern.

Ich möchte mit Erling auch das traditionelle Ritual „Xhuazhou“ feiern: Dafür wird er an seinem ersten Geburtstag traditionell gekleidet. Dann werden Objekte vor ihm ausgelegt, die verschiedene Werdegänge repräsentieren. Den ersten Gegenstand, den er auswählt und in die Hand nimmt, zeigt an, welche Laufbahn er einschlagen wird. Natürlich wird das Ergebnis nicht ernst genommen, aber das Ritual ist ein lustiges Familienereignis. Außerdem finde ich es wichtig, entsprechend alter chinesischer Tradition die Vorfahren zu ehren und Tempel zu besuchen. Ich möchte, dass mein Sohn immer dankbar über seine Herkunft und das Leben ganz allgemein ist.



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Cinzia in Amelia jumpsuit


Nenne bitte drei Dinge, auf die Du im Elternalltag nicht verzichten willst.
Wasser, Handcreme und Lipgloss. Ich bin ständig durstig vom Stillen und muss mir wegen der Babypflege so oft die Hände waschen, dass meine Haut sehr trocken ist. Ich schaffe es immer noch nicht, mich zu schminken. Die Zeit reicht nur, um Lipgloss aufzutragen, und der gibt mir das Gefühl, vorzeigbar auszusehen … Das sind also die drei Dinge, die ich in Erlings proppenvoller Wickeltasche immer für mich mittrage.


Wo bist Du am glücklichsten?
Im Moment überall dort, wo ich mit meiner taiwanesischen Familie sein kann. Ich konnte es kaum erwarten, Erling und meine Verwandten zusammenzubringen. Jetzt, bei unserem Aufenthalt in Taiwan, bin ich so berührt davon, wie Erling meinen Verwandten immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wenn ich ihn auf dem Arm meiner Mutter oder Großmutter lachen sehe, wird mir warm ums Herz. Glücklichsein ist so einfach, seit Björn und ich Eltern sind. Es ist verblüffend. Früher haben wir immer versucht, am Wochenende etwas Tolles zu unternehmen. Seit Erling da ist, reicht es uns, zu Hause zu sein und ihn zu beobachten. Oder mit ihm in die Spielgruppe zu gehen und ihn dort beim Spielen mit Spielzeug oder mit anderen kleinen Kindern zu sehen. Oder mit ihm ein Nickerchen zu machen. Erling vergnügt und ausgeglichen zu sehen, bereitet mir so viel Freude. Dann bin ich gewissermaßen in Harmonie mit Allem, und mein Sohn ist buchstäblich meine Welt.

 

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Cinzia und Erling


Du gehst ja gern mit Deinem Mann und Erling wandern. Hast Du ein paar Tipps? Was sind Deine Lieblingsorte?
In Stockholm gehen wir gern ins Naturschutzgebiet Nacka. Dort kommt man ganz leicht hin, auch ohne Auto. Und dort kann man zwischen Wegen unterschiedlicher Länge auswählen. Als Erling fünf Monate alt war, fuhren wir auf die Insel Äpplarö in den Stockholmer Schären. Es war unser erster Zeltausflug mit Erling und ein unvergessliches und gemütliches Sommererlebnis, alle zusammen in der Natur in einem Zelt zu schlafen. Auch das Naturschutzgebiet Gömmaren südlich von Kungens kurva gefällt uns sehr gut. Es ist ein toller Ort zum Baden und für halbtägige Sommerausflüge.


Was möchtest Du Deinem Sohn gern mitgeben?
Mir ist besonders wichtig, dass Erling meine Muttersprache lernt. Ich möchte, dass er Chinesisch sprechen kann und die Kultur versteht, in der ich groß wurde.


Wie sollte die Welt, in der Dein Kind aufwächst, idealerweise aussehen?
Sie sollte offen und vorurteilsfrei sein, und sie sollte Diversität wertschätzen. Eine Welt, in der jeder sich selbst sein kann und in der sich alle als einzigartige Individuen anerkennen. Wenn ich an meine Kindheit und Jugend in Taiwan zurückdenke, erinnere ich mich, dass zum Beispiel in Sachen Schulleistungen stets verglichen und wettgestritten wurde. Ich will, dass mein Sohn in einer liberalen Gesellschaft – wie der in Schweden – groß wird. Und ich möchte, dass er naturnah aufwächst.


Was steht zuoberst auf Deiner Wunschliste?
Ich würde sehr gern mal wieder eine Opern- oder Ballettaufführung besuchen oder in ein Konzert gehen. Ein Wochenende in einem schönen Wellness-Hotel wäre auch nicht zu verachten. Schließlich kann man als frischgebackene Mutter jederzeit Erholung gebrauchen.

 

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