Andrea Pippins
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Andrea Pippins

Name: Andrea Pippins
Beruf: Autorin und Künstlerin
Hintergrund:  Andrea Pippins ist Autorin und Illustratorin, die leidenschaftlich gern farbenfrohe Bilder schafft. Andrea hat mehrere Kinderbücher geschrieben, das jüngste trägt den Titel „Who Will You Be?“.
Wohnort: Stockholm, Schweden
Familie: Mama von Isa, verheiratet mit Samir. Die Familie erwartet in den kommenden Tagen weiteren Nachwuchs, dieses Mal ein Mädchen.
Instagram: @andreapippins

 

 

Andrea, herzlichen Dank, dass Du Dir Zeit für ein Gespräch mit uns nimmst, obwohl Du ja überaus eingespannt bist! Wir befinden uns in beispiellosen (COVID-19-) Zeiten, und du bist mit deinem zweiten Kind schwanger – herzliche Gratulation! Wie meisterst du aktuell deine Schwangerschaft und dein Mamasein?
Vielen Dank, dass Ihr mich interviewen wollt! Ja, es sind wirklich noch nie dagewesene Zeiten. Ich erlebe sie als anspruchsvoll, aber auch als segensreich. Mit der Schwangerschaft stand mein Terminkalender für die letzten Wochen vor dem EGT ja eigentlich. Weil mein Mann und ich jetzt in Quarantäne sind und unser Sohn zu Hause ist, ist die ganze Planung aber hinfällig geworden. Anspruchsvoll ist, es unter einen Hut zu bekommen, arbeiten zu können, Zeit mit Isa zu verbringen, sich auf das neue Baby vorzubereiten und sich auszuruhen. Segensreich sind die gemeinsamen schönen Stunden. Wir machen viele Spaziergänge, Isa und ich lesen jeden Tag unzählige Bücher, und wir backen viel. Es ist lehrreich, Pläne sausen zu lassen, flexibler zu sein und daran erinnert zu werden, was im Leben wirklich zählt: zum Beispiel unsere Gesundheit, unsere Familie und unser Freundeskreis.

 

Du bist eine fantastische Künstlerin, Autorin, Lehrerin, Mama und Partnerin – wow! Wie kriegst du das alles auf die Reihe?
Danke! Ehrlich gesagt, lasse ich die Dinge „einfach“ auf mich zukommen. Man kann ohnehin nicht viel anderes tun, als jeden Tag zu nehmen, wie er kommt, und sich möglichst flexibel anzupassen. Mit der Ankunft meines ersten Kindes war ich gezwungen, effizient zu sein, meine Bedürfnisse wichtig zu nehmen und das Neinsagen zu lernen. Ich musste mich darauf einlassen, für manche Dinge mal fast keine Zeit, mal massenhaft Zeit zu haben. Das war wohl die größte Umstellung für mich. Aber dabei ist mir klar geworden, dass man große Ziele mit kleinen Schritten und Stück für Stück erreichen kann. Ich versuche auch, mir mehr Zeit für die Dinge freizuhalten, die ich unbedingt machen will. Manchmal blicke ich zurück und denke: „Wie in aller Welt habe ich dies oder jenes in meinem ersten Jahr als Mutter hinbekommen?“

 


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Andrea und Isa. Andrea im B.Warmer Kleid und Once-on-never-off glam Leggings.

 

Erlebst Du diese Schwangerschaft anders als die erste?
Körperlich nicht. Was die Gelüste und die Gefühle angeht, erlebe ich die jetzige Schwangerschaft ungefähr gleich wie die erste. Dieses Mal hatte ich allerdings länger mit Übelkeit zu kämpfen als bei der ersten Schwangerschaft.

 

Gibt es etwas, das Dir beim ersten Kind geholfen hat und das du wieder nutzen möchtest? Willst Du dieses Mal etwas anders machen als beim ersten Mal?
Beim ersten Mal habe ich das Buch „Mindful Mom to Be“ von Lori Bregman gelesen. Es war so nützlich, dass ich es nochmal lesen werde. Im Gegensatz zum ersten Mal werde ich mich dieses Mal trauen, um Unterstützung und Hilfe zu bitten. Jetzt weiß ich, welche Art von Hilfe ich in den ersten Monaten mit einem Neugeborenen (und danach) brauche, und fühle mich deshalb sicherer dabei, meine Familie und Freunde um Unterstützung zu bitten. Außerdem habe ich auch vor, zumindest in den letzten zwei Wochen vor der Entbindung keine beruflichen Verpflichtungen mehr anzunehmen.

 

Stil ist eine ganz persönliche Sache und kann sich in der Schwangerschaft und danach verändern. Hast Du in Deiner Umstandsgarderobe Teile, auf die Du nicht hättest verzichten können?
Leggings und Shirts! So einfach anzuziehen, so bequem und so leicht an den Anlass anpassbar.

 


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Andrea im Wonton T-shirt und Once-on-never-off Leggings.

 

Nenne bitte drei Dinge, die für Dich bei der Erholung von der ersten Schwangerschaft wichtig waren.
Viel gutes Essen. Beim Stillen habe ich so viel Energie verbrannt, dass ich dauernd superhungrig war. Meditieren und Tagebuchschreiben. Es ist eine Herausforderung, dafür Zeit zu haben, wenn der Tagesablauf von einem kleinen Baby gesteuert wird – aber für mich nicht verhandelbar.

 

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich als Künstlerin? Hat sich diese Bedeutung für Dich verändert, seit Du Mama bist?
Für mich ist Nachhaltigkeit, für alle Aspekte des Lebens sensibilisiert zu sein. Es geht darum, wie wir unsere Ressourcen nutzen, wie wir uns in unsere Gesellschaft einbringen und wie wir uns um unsere Familie kümmern. In meiner Familie kaufen wir sehr gern secondhand, wir recyceln, und wir kaufen keine Kleidung, die wir nicht unbedingt brauchen oder wollen. Wir leihen Bücher lieber in der Bibliothek, als sie zu kaufen, und wir versuchen, kleine, besonders lokale Unternehmen zu unterstützen. Wir kaufen für Isa nur wenig Kleidung und Spielzeug. Die meisten von Isas Teilen haben wir geschlechtsneutral gewählt und können deshalb auch von einem weiblichen Geschwisterchen getragen werden. Da wir jetzt ein Mädchen erwarten, hat sich die Strategie ja ausgezahlt.
 

 

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Andrea im Zadie kurzärmeliges Kleid

 

Zeit für sich selbst zu finden, ist entscheidend, besonders wenn man Mama wird. Hast Du oder planst Du Selbstpflegerituale?
Solche Rituale einzuführen, ist superwichtig. Man kann jederzeit damit anfangen. Aber ich glaube, es geht einfacher, bevor man Kinder hat. Ich schreibe seit meinem Studienabschluss Tagebuch, und diese Gewohnheit hat mich auf unterschiedliche Weise geerdet. Auch durch Teetrinken, Spazierengehen, Beten, Meditieren, Atemübungen und Therapiesitzungen halte ich mich fokussiert und schärfe ich mein Bewusstsein. Wenn unser zweites Kind da ist, will ich um mehr Hilfe bitten. Ich glaube, dass sich durch Unterstützung Stress lindern lässt, der in den ersten Monaten nach der Entbindung aufkommen kann.
 

 

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Andrea im Wonton T-shirt und Once-on-never-off glam Leggings


 

Was möchtest Du Deinen Kindern gern mitgeben?
Auf jeden Fall die Selbstpflegerituale, die ich vorhin genannt habe. Aber ich habe die Hoffnung, dass sie beide merken, dass sie sich selbst sein dürfen und dass sie mit diesem Selbstverständnis ihren eigenen Weg finden. Ich hoffe, dass ich ihnen dabei ein Vorbild sein werde.

 

Hast Du Lieblingsorte, die Du besonders gern besuchst?
Sehr gern gehe ich in Buchläden, vor allem in solche mit gebrauchten Büchern. Und Kunstbibliotheken ziehen mich magisch an, dort könnte ich Stunden verbringen. Bücher sind etwas ganz Besonderes für mich, sie sind gefüllt mit Erzählungen, Informationen und Ideen. Meine Lieblingsorte in Stockholm sind das Fotografische Museum wegen der dynamischen fotografischen Erzählungen über die Welt, in der wir leben, und das Kulturhaus, wegen der Veranstaltungen und der fantastischen Kunst- und Kulturbibliothek, die tolle Vorträge und Events arrangiert. Und das Nordische Museum wegen der herrlichen Ausstellungen und Sammlungen zum Thema moderne Kunst.

 

 

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Andrea im B.Warmer Kleid und Once-on-never-off glam leggings

 

Letzte Frage: Welchen Rat würdest Du werdenden oder frischgebackenen Müttern geben?
Vertrau Dir! Während meiner ersten Schwangerschaft sagte mir die Hebamme etwas, das ich nie vergessen werde: „Du bist die beste Mutter für dieses Kind. Du weißt, was das Beste für es ist.“ Für Schwangere sind so viele gute Informationen verfügbar. Manchmal zu viele! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass einem viele – mit den besten Absichten – ihre Vorstellungen von Elternschaft und Erziehung aufdrängen wollen. Das kann einem schnell einmal überwältigen. Der Rat der Hebamme war als Kompass in der Informationsflut also wirklich hilfreich. Er hat mich immer daran erinnert, meiner Intuition zu folgen und mir ganz einfach selbst zu vertrauen. Wir wissen, wir wissen es immer: Wir brauchen uns nur selbst ein bisschen Raum und Zeit zu geben, um in uns hineinzuhören.

 

 

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