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Emma Elwin x Boob

Emma Elwin x Boob - A sustainable match

Wir von Boob sind stolz darauf, unsere erste Designkooperation präsentieren zu können: Emma Elwin x Boob. Die Sonderkollektion entstand in einer exklusiven Zusammenarbeit mit Emma Elwin, Stylistin und Mitbegründerin des digitalen Modemagazins Make it last. Die Kollektion umfasst vier zeitlose Kleidungsstücke aus nachhaltigen Materialien mit cleverer Doppelfunktion für Schwangerschaft und Stillzeit.

Die Teile sind dafür ausgelegt, auf unterschiedlichste Weise variiert und miteinander kombiniert zu werden, und ergeben eine komplette Minigarderobe. Wie alle anderen Boob-Kleidungsstücke werden auch sämtliche Modelle der Sonderkollektion mit großer Sorge für Mensch und Umwelt produziert. Die Kleidungsstücke werden in Portugal aus nachhaltigen Materialien gefertigt und sind nach STANDARD 100 by OEKO-TEX® zertifiziert. Die limitierte Kollektion ist ab 1. März 2017 exklusiv im Boob-Onlineshop erhältlich.

Mia Seipel, Boob-Gründerin und -Kreativchefin traf sich mit Emma Elwin auf einen Kaffee, um mit ihr über die Kollektion, nachhaltigen Lebensstil und das Mamasein zu sprechen.
 

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Name: Emma Elwin
Alter: 27
Familie: André und Dylan, 7 Monate
Wohnort: Nacka bei Stockholm
Hintergrund und Beruf: Emma Elwin studierte Mode- und Industriedesign und arbeitete als Moderedakteurin bei der Zeitschrift ELLE und als Modeassistentin für Elin Kling. Sie führte viele Jahre einen der größten schwedischen Modeblogs. Im Jahr 2014 gründete sie zusammen mit Lisa Corneliusson die eigene Plattform Make it last – ein Modeforum mit Fokus auf nachhaltigen Initiativen.
 

Mia Seipel: Die Kollektion Emma Elwin x Boob ist ja die erste Designkooperation für Dich und für uns von Boob. Was ging Dir durch den Kopf, als ich Dich mit der Idee einer Zusammenarbeit kontaktierte?
Emma Elwin: Ich freute mich riesig über Deinen Anruf. Ich hatte mir ja schon in der Schwangerschaft die perfekten Kleidungsstücke ausgedacht und brauchte deshalb nicht viel Zeit für das Zeichnen. Ich hatte mich seit Ende meiner Designausbildung danach gesehnt, wieder Kleidung zu entwerfen, und es war einfach toll, mit etwas zu arbeiten, das so eng mit dem Frausein verknüpft ist. So viele spannende Herausforderungen beim Designen von Teilen, die keine Kompromisse in Sachen Funktion zulassen, aber gleichzeitig schön sein müssen!


Mia Seipel: Erzähl ein bisschen von den Teilen der Kollektion und den Ideen dahinter.
Emma Elwin: Ich wollte vier zeitlose Key-Pieces designen. Ein paar wenige Kleidungsstücke, die – miteinander und mit Lieblingsteilen aus der ‚normalen‘ Garderobe kombiniert – für die Schwangerschaft und Stillzeit ausreichen. Die Hose sollte eine babybauchfreundliche Variante einer Anzugshose sein, die zwar bürotauglich, aber so bequem wie eine Schlafanzughose ist. Das T-Shirt passt genauso gut zu Jeans und Sneakers wie zu meiner Kick-Flare-Hose mit High Heels. Für das Wickel-Shirt ließ ich mich von einer Aikidō-Jacke inspirieren. Und das Tunikakleid kann auf drei verschiedene Weisen getragen werden, sodass man sowohl mit als auch ohne Schwangerschaftsbauch eine schöne Silhouette erzielt.
 

Mia Seipel: Du warst ja schwanger, als wir erstmalig über eine Zusammenarbeit nachdachten, und stillste Deinen Sohn Dylan, als Du die Kollektion zu zeichnen begannst. Inwiefern beeinflussten Deine Erfahrungen als Mama das Design der Kleidungsstücke?
Emma Elwin: Früher habe ich bei Kleidung wohl weniger auf deren Funktion geachtet. Jetzt muss alles praktisch sein, soll aber trotzdem schön aussehen. Ich will zeitlose Kleidungsstücke, die ich hoffentlich wieder tragen kann, wenn ich vielleicht ein zweites oder drittes Kind bekomme. Wichtig sind mir auch angenehme und nachhaltige Materialien. Viele Leute kaufen Biokleidung für ihre Babys und vergessen dabei, dass Kinder in der ersten Zeit ihres Lebens vor allem in den Armen der Eltern verbringen.
 

Mia Seipel: Wo holst Du Dir Inspiration für Deine Arbeit?
Emma Elwin: Mir macht es ja Spaß, Lösungen für Probleme zu finden – und zwar möglichst schöne Lösungen. Das inspiriert mich wirklich! Außerdem kann ich stundenlang online und in Büchern nach Bildern suchen. Und wenn ich einen richtig schönen Stoff betrachte oder anfasse, zaubert das ein fertiges Kleidungsstück vor mein geistiges Auge.
 

Mia Seipel: Wie wir von Boob will auch Make it last zu besonders umweltfreundlichen und nachhaltigen Entscheidungen anregen. Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Deinem Alltag?
Emma Elwin: Nachhaltigkeit prägt meinen gesamten Alltag, ja, alle meine Entscheidungen! Das klingt vielleicht anstrengend, ist aber tatsächlich stimulierend. Ich freue sich jedes Mal, wenn ich ein neues besseres Produkt finde, das weniger klimaschädlich ist. Ich lerne täglich Neues und werde immer wissbegieriger. Durch meine Bemühungen, nachhaltiger zu leben, hat sich meine Lebenseinstellung grundlegend verändert. Ich würdige die Dinge um mich ganz anders als früher, kann mehr Nutzen aus bereits Vorhandenem ziehen und bin dadurch viel kreativer.
 

Mia Seipel: Die Kollektion Emma Elwin x Boob ist ja ganz bewusst dafür ausgelegt, dass die Kleidungsstücke im Hinblick auf Design und Qualität langlebig sind. Wodurch lässt Du Dich beim Kleiderkauf leiten? Hast Du ein paar Tipps dafür, wie man der Wegwerfmentalität entgegenwirken kann?
Emma Elwin: Meiner Meinung nach muss sich die Modebranche grundlegend ändern. Ich finde, beim Entwerfen von Kleidung ist man dafür verantwortlich, dass die Teile auf die eine oder andere Weise nachhaltig sind. Mein Herz schlägt besonders für Qualitätskleidung mit zeitlosem Design. Ich finde, man sollte sich eine haltbare Garderobe zusammenstellen und diese langfristig planen. Ich habe eine Regel, nach der ich nur kaufen darf, was zu mindestens zehn Teilen meiner bereits vorhandenen Garderobe passt. Ich glaube, wir müssen uns auf Zeiten zurückbesinnen, in denen Kleidung einen Wert hatte, weil man wusste, wie viel Arbeit und Zeit dahinterstecken. Wenn uns das besser gelingt und wenn wir die Teile, die wir bereits haben, sorgfältiger pflegen, werden die Kleidungsstücke viel länger am Leben bleiben. Was für eine Verbesserung für die Umwelt! Das würde wohl auch bedeuten, dass mehr Kleidungsstücke in Secondhand-Läden landen, die ja auch einen nachhaltigen Einkauf möglich machen.


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Mia Seipel und Emma Elwin während der Emma Elwin x Boob Kollektionsarbeit
 

Mia Seipel: Wie sieht die Modebranche Deiner Meinung nach in 10 Jahren aus?
Emma Elwin: Ich hoffe wirklich, dass die Modebranche in 10 Jahren stärker nach dem Kreislaufprinzip funktioniert. So wie die Technik und die Entwicklung heute aussehen, könnte sich diese Hoffnung erfüllen. Ich hoffe, dass alle Unternehmen ausschließlich mit recycelten und ökologischen Materialien arbeiten. Dass dann Transparenz auf allen Ebenen gewährleistet ist. Vielleicht führt man ein Pfandsystem für alte recycelbare Kleidung ein. Ich hoffe vor allem, dass wir in 10 Jahren keine Wegwerfgesellschaft mehr sind und dass Wert darauf gelegt wird, Kleidung lange am Leben zu erhalten.
 

Mia Seipel: Du bist ja im Juli zum ersten Mal Mama geworden. Was ist für Dich die größte Herausforderung des Mamaseins?
Emma Elwin: Es warten jeden Tag neue Herausforderungen auf mich. Aber die größte Herausforderung besteht vielleicht darin, mein Tempo ganz an das meines Sohnes anzupassen. Ich bin es gewohnt, viel zu arbeiten und sehr effizient arbeiten zu können. Jetzt muss ich versuchen, mich nach meinem Sohn zu richten. Ich kann ja auch nicht mehr wie früher planen. Aber für mich war es ganz gut, ein paar Gänge herunterzuschalten und Dinge mit meinem Sohn zu erleben. Es ist fantastisch, ihn dabei zu beobachten, wie er Dinge zum ersten Mal sieht, hört und berührt.



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Emma Elwin mit Sohn Dylan
 

Mia Seipel: Wie lautet der beste Rat oder Tipp, den Du als Schwangere/frischgebackene Mama bekommen hast?
Emma Elwin: Nichts währt ewig, die Dinge verändern sich – und meistens zum Besseren!
 

Mia Seipel: Du bist ja, wie ich vor 12 Jahren, frischgebackene Mama und Unternehmerin. Wie funktioniert das?
Emma Elwin: Ich war noch nie so effizient wie heute. Dinge, für die ich früher eine Woche gebraucht habe, gehen mir heute irgendwie binnen ein paar Stunden von der Hand. Ich habe fast den Eindruck, dass ich erst seit der Schwangerschaft meine gesamten geistigen Fähigkeiten nutze.
 

Mia Seipel: Was machst Du am liebsten, wenn Du samstags frei hast?
Emma Elwin: Dann suchen wir nach Secondhand-Stücken für unser Haus, machen anschließend einen langen Spaziergang und essen schließlich etwas Gutes am offenen Kamin.


boob-e-e-press-1Model Alina und Emma Elwin mit Sohn Dylan bei einem Presse-Event in der Boob-Hauptgeschäftsstelle


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Emma Elwin mit Sohn Dylan bei einem Presse-Event in der Boob-Hauptgeschäftsstelle


 

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